Der schwere rote Vorhang im Eitorfer Theater am Park öffnet sich und sieben kleine Balletfeen tippeln auf die Bühne. Verstohlen blicken sie in den Theatersaal, wo ihre Eltern einen unterstützenden Applaus geben. Dann beginnt die Musik und die kleinen Ballerinas laufen in einer Choreografie von der einen Bühnenecke in die nächste. Zwischendurch blicken sie zur Bühnenseite, wo ihre Tanzlehrerin die Bewegungen vormacht. Für die Mädchen sind die weißen Tutus und die engen Balletschuhe wahrscheinlich wie ein optisches Versprechen des Kindertraums. Bei späteren Auftritten wird dieser Traum konkreter. Die Älteren tanzen. Grazile Bewegungen, Körperspannung und flinke Tanzschritte machen aus normalen Schulmädchen anmutige, selbstbewusste Tänzerinnen. Doch der Ballerinatraum bdeutet hartes Training. Die Grenze zwischen verspielten Hobby und Wettbewerb ist schnell überschritten. Für die Jazztanzgruppe ist dieser Kampfcharakter Teil ihres Tanztraums, den sie in der Oberliga verteidigen. Für die Kleinen sind sie Vorbild. Als der Auftritt der kleinen Ballerinas zu Ende geht, gibt es wieder tosenden Applaus. Die Mädchen strahlen. Spiel, Spaß, Kindertraum – in weißen Schuhen.

Der Förderverein „JMD Club Just Jazzing 1987“ der Tanzschule „Haus der Künste“ von Mary Kollak und ihrer Tochter Esther hatte zu diesem Fest der flinken Füße eingeladen. 13 Tanzgruppen zeigten ihr Können im Ballett, Jazztanz, „Modern Dance“, Flamenco, Bauchtanz und „Freestyle“.

Meinen Artikel im Rhein-Sieg-Anzeiger gibt es hier.

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