Zwei Konzertabende volles Haus: Die dritte Siegburger Boogie & Jazznight hat Magnetwirkung. Aus dem gesamten Umkreis und weit darüber hinaus strömten Boogiefans zum Stadtmuseum der Kreisstadt. Das Musikevent entwickelt sich allmählich zu einer Institution in der Boogie und Jazz-Szene. Grund dafür sind bestimmt auch die Boogiestars, die Organisator und Pianist Stefan Ulbricht nach Siegburg lockt. Diesmal reisten an: Pianist Martijn Schok und Sängerin Greta Holtrop aus den Niederlanden und der Organisator des bekannten Internationalen Boogie-Woogie Festivals in der Schweiz Silvan Zingg. Der Bonner Schlagzeuger Moritz Schlömer und der St. Augustiner Stefan Ulbricht führten, wie schon in den Jahren zuvor, lässig durchs Programm und standen den internationalen Boogiegrößen in Spielfreude und Dynamik in nichts nach. Im Gegenteil. Das Duo zeigte im dritten Jahr der Veranstaltung, dass aus zwei Hobbymusikern eine professionelle Symbiose geworden ist. Sie schufen einen Gesamtklang, der einer dynamischen Dramaturgie folgt und ohne Souffleur und auffällige Anweisungen auskommt.

Auch Silvan Zingg und Martijn Schok zeigten diese vierhändige Übereinstimmung dank gemeinsamer Projekte in der Vergangenheit. Die Unterschiedlichkeit der Künstler spiegelte sich jedoch in den Interpretationen der Stücke wider. Im Gegensatz zu dem unaufdringlichen und neckischen Spiel des Niederländers Schok war Zinggs Tastenspiel immer auch eine Show. Das fing beim Hochkurbeln des Klavierhockers an und endete beim gestenreichen Schlussakkord.

Sängerin Greta Holtrop brachte buchstäblich Farbe ins Programm. Mit einem feuerroten Kleid und einer sanften und dennoch temperamentvollen Stimme zog sie alle Blicke auf sich. Ihr Gesang war das verbindende Element zwischen den Musikern, die zum Schluss gemeinsam auf der Bühne in die Tasten griffen, trillerten, stampften und im Fall von Schlagzeuger Moritz Schlömer, der brillant rührte, trommelte und wirbelte.

Hört rein, wie die Zuschauer das Konzert fanden
(Plus Statement vom Organisator Stefan Ulbricht ganz zum Schluss)
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