Als Saltatio Mortis die letzten Lieder anstimmte, begann es in Mülheim an der Ruhr wie aus Kübeln zu schütten. Das Publikum ließ sich davon wenig beeindrucken und tanzte, sang und hüpfte weiter als gäbe es kein Morgen. Für das Burgfolk-Festival auf dem Gelände des Schlosses Broich gibt es tatsächlich keine Zukunft. Nach 15 Jahren stellen die Veranstalter das Mittelalter-Folk-Event ein.

In den letzten Jahren sollen immer weniger Karten verkauft worden sein. Beim Anblick der im Regen feiernden Massen wurde Veranstalter Michael Sohnes doch noch einmal sentimental. „Ihr seid der Wahnsinn“, bescheinigte er dem Publikum und ergänzte, „wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.“ Zur Feier des Tages ließ er die Band gerne länger spielen als ursprünglich vorgesehen. Lärmschutz hin oder her.

Die Headliner von Saltatio Mortis nahmen dieses Angebot gerne war. Mit ihrem Album „Zirkus Zeitgeist” hatten sie bereits die deutschen Charts erobert, jetzt zeigten sie mit einer mitreißenden Show ihre Definition von Narrenfreiheit und Spielmannsfreude. Frontmann „Alea der Bescheidene“ animierte von der ersten Sekunde das Burgfolk zum Mitsingen und Klatschen, wie ihr im Video sehen könnt:

Später badete er noch in der Menge und ließ sich von den Klängen verschiedener Dudelsäcke, Flöten, E-Gitarren und einem Honky Tonk Klavier auf die Bühne zurücktreiben. Vorher hatten bereits die Bands Pyrates und FolkNoir die Menge angeheizt, doch richtig heiß wurde es dann erst bei der Feuershow von Salatio Mortis.

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