Das Licht geht aus im Opernsaal. Das Rascheln und Murmeln verstummt, nur hier und da ein verschämtes Räuspern. Die Spannung steigt. Dann dringt der erste Ton aus dem Orchestergraben – Die Ouvertüre schwabbt wie eine musikalische Welle über die ersten Reihen des vollbesetzten Opernsaales. Die Bühne ist noch verborgen. Die Sänger warten auf ihren ersten Einsatz. Vorfreude, Erwartungen, Aufregung und Zweifel liegen in der Luft.

Der Opernsaal ist der gnädigste Zuschauer. Er nimmt alles auf. Die leeren Sitzreihen und die verlassene Bühne wirken wie eine Erinnerung an die letzte Vorstellung. Wer die Augen schließt, kann den Bariton noch stolz singen hören.

Vasilios Manis studiert Operngesang an der Musikhochschule Köln. Selbst wenn er noch nicht den Kölner Opernsaal mit seiner Stimme füllt, so versetzt es einen doch wieder in dieses atmosphärische Gebäude.

Hier singt er: „Chi mi toglie il regio scettro“ aus der Oper Nabucco von Verdi.

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