Als William Ginn und seine Familie aus Großbritannien nach Zypern kamen, um eine Brauerei zu eröffnen, die den Namen „Aphrodite Rock Brewery“ trägt, schlug ihnen erst einmal keine Begeisterung entgegen. Immer neue Auflagen wurden ihnen übermittelt. Am Schluss sollten sie sogar für einen Inspektor bezahlen, der ihnen bei der Arbeit auf die Finger schauen sollte. Die Auswanderer wandten sich an das Europäische Parlament und bekamen Recht. „Wir sind ein kleines Familienunternehmen, das keine Konkurrenz zu den großen Brauereien darstellt, Arbeitsplätze schafft und den Tourismus anregt“, sagt der 62-Jährige und ergänzt, dass er den Widerstand nicht nachvollziehen konnte.

Jetzt, sieben Jahre später, kommen auch offizielle Touristenführungen in seine „Micro-Brewery“, um im Restaurant zu speisen und die englisch-irischen Ales und sogar deutsches Lagerbier zu trinken. Die Entscheidung nach Zypern zu gehen, war der Familie nicht schwergefallen. In der ehemaligen britischen Kolonie ist neben dem Linksverkehr, der Sprache auch noch eine große britische Gemeinschaft auf der Insel vertreten. Mit dem Wissen der jüngsten Tochter Melanie, die Brauwesen sogar studiert hat, ging es dann vor fünf Jahren in die Produktion. „Erst wollten wir klassisch Restaurants und Hotels beliefern, doch nach den Anfangsproblemen haben wir das Konzept umgestellt“, erklärt William Ginn. Jetzt nutzen sie ihre Lage in den Hügeln, zwölf Kilometer vom Meer entfernt, für ein touristisches Gesamtpaket, inklusive Brauereiführung, Essen und Bierprobe. „Bald planen wir auch noch einen Shuttle-Bus, damit sich die Gäste über den Hin-und Rückweg keine Gedanken mehr machen müssen.“ Die Startschwierigkeiten scheinen fast vergessen zu sein und dennoch haben sie aus William Ginn einen Marketing-Profi gemacht, der gerne erwähnt, dass das Bierbrauen ebenfalls eine lange Geschichte auf der Insel hat.

Schaut rein, was William Gin zum Alleinstellungsmerkmal seiner Brauerei sagt und was Düsseldorfer Altbier damit zu tun hat.

Advertisements